Satzung der Roll- und Eissportgemeinschaft Kiel e. V.


Satzung

 der Roll- und Eissportgemeinschaft Kiel e. V.

 

§ 1 – Name, Sitz und Geschäftsjahr

 

Die am 15.12.1963 in Kiel gegründete Gemeinschaft trägt den Namen:

 

Roll- und Eissportgemeinschaft Kiel

 

Die Gemeinschaft soll in das Vereinsregister beim Amtsgericht Kiel einge­tragen werden. Sitz der Gemeinschaft ist Kiel. Das Geschäftsjahr der Gemeinschaft ist das Kalenderjahr.

 

 

§ 2 – Zweck und Aufgaben

 

Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar steuerbegünstigte Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung. Zweck des Vereins ist die Förderung des Roll- und Eissports in Kiel auf der Grundlage des Amateurgedankens.

Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirt­schaftliche Zwecke. Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus den Mitteln des Vereins.

Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zwecke des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

 

 

§ 3 – Erwerb der Mitgliedschaft

 

Die Mitgliedschaft können alle natürlichen Personen erwerben, bei Minder­jährigen ist die Zustimmung und gleichzeitige Mitgliedschaft eines gesetz­lichen Vertreters erforderlich. Die Mitgliedschaft kann auch von einer juristi­schen Person erworben werden.

Aufnahmegesuche sind schriftlich an den Vorstand zu richten, der über die Aufnahme ohne Angabe von Gründen entscheidet. Bei Ablehnung steht dem Antragsteller das Recht zu, das Ehrengericht anzurufen. Dieses entscheidet endgültig.

 

 

§ 4 – Erlöschen der Mitgliedschaft


Die Mitgliedschaft endet durch Auflösung der Gemeinschaft, Austritt, Ableben oder Ausschluß. Der Austritt muss dem Vorstand schriftlich ange­zeigt werden und kann nur unter Wahrung einer Kündigungsfrist von drei Wochen zum Schluß eines Kalendervierteljahres erfolgen.

Der Ausschluß eines Mitgliedes kann nur auf Antrag durch das Ehrengericht erfolgen. Das Ehrengericht muss dann innerhalb von drei Wochen zu einer Sitzung zusammentreten. Die Interessen der Gemeinschaft werden durch den 1. Vorsitzenden vertreten. Das betreffende Mitglied ist zu hören, Zeugen können beigebracht werden. Der Beschluß des Ehrengerichtes ist endgültig. Der öffentliche Rechtsweg ist unzulässig. Ein Antrag auf Ausschluß eines Mitgliedes kann insbesondere erfolgen, wenn es

 

a) in grober Weise gegen die geschriebenen oder ungeschriebenen Sportgesetze verstoßen hat,

b) die Satzungen oder die sich hieraus ergebenden Verpflichtungen gröblich verletzt hat,

c) seinen der Gemeinschaft gegenüber eingegangenen Verpflich­tungen und Verbindlichkeiten trotz dreimaliger Aufforderung (die letzte durch Einschreibebrief übersandt unter gleichzeitiger Androhung des Ausschlusses) nicht nachkommt.

 

 

§ 5 – Rechte und Pflichten der Mitglieder

 

Die Mitglieder bestimmen die Maßnahmen, durch die die Ziele der Gemein­schaft erreicht werden sollen. Sie haben insbesondere den mit der Geschäfts­führung beauftragten Vorstand und das Ehrengericht zu wählen.

Die Mitglieder sind verpflichtet, die Satzungen sowie die Ordnungen und Beschlüsse der Gemeinschaft und ihrer Organe (Mitgliederversammlung, Vorstand und Ehrengericht) anzuerkennen und zu befolgen, sowie den Vorstand in seiner Arbeit zu unterstützen.

 

 

§ 6 – Beiträge

 

Die Höhe der Mitgliederbeiträge wird alljährlich von der ordentlichen Mitgliederversammlung festgesetzt. Die Beiträge sind monatlich im Voraus zu entrichten.

Der Vorstand kann Mitgliedern auf Antrag den Beitrag für höchstens ein Jahr stunden, ermäßigen oder erlassen.

 

 

§ 7 – Mitgliederversammlung

 

1. Die Mitgliederversammlung ist oberstes Organ der Roll- und Eissport­gemeinschaft Kiel.

2. Jedes vollgeschäftsfähige und volljährige Mitglied ist stimmberechtigt. Das Stimmrecht kann nur persönlich ausgeübt werden.

3. Gewählt werden können alle volljährigen und vollgeschäftsfähigen Mitglieder. Mitglieder des Ehrengerichts müssen das 25. Lebensjahr voll­endet haben.

4. Eine ordentliche Mitgliederversammlung soll jährlich im Laufe des Monats Januar stattfinden. Zu ihr lädt der Vorsitzende der Gemeinschaft, sein Vertreter oder ein vertretungsberechtigtes Vorstandsmitglied mit 14-tägiger Frist und unter Bekanntgabe der Tagesordnung schriftlich ein.

Die Mitgliederversammlung hat die allgemeine Richtlinie für die Arbeit der Gemeinschaft zu beschließen. Ihr sind insbesondere folgende Aufgaben vorbehalten:

4.1. Wahl des Vorstandes und des Ehrengerichts.

Der von der Jugendversammlung gewählte Jugendwart bedarf der Bestätigung durch die Mitgliederversammlung.

4.2. Entgegennahme des vom Vorstand jährlich zu erstattenden Geschäftsberichtes.

4.3. Genehmigung der Jahresabrechnung und Entlastung des Vor­standes und der Geschäftsführung.

4.4. Wahl von zwei Rechnungsprüfern, deren Amtsdauer zwei Jahre beträgt. Sie dürfen nicht dem Vorstand angehören. Sie haben die Jahresabrechnung und deren Belege zu prüfen und der Mitglieder­versammlung darüber zu berichten.

4.5. Festsetzung der Mitgliedsbeiträge.

4.6. Satzungsänderung.

4.7. Auflösung der Gemeinschaft

5. Die Mitgliederversammlung ist in ihrer jeweiligen Stärke beschlußfähig und entscheidet mit der Mehrheit der erschienenen – stimmberechtigten – Mitglieder.

Bei Beschlüssen gilt Stimmengleichheit als Ablehnung, bei Wahlen ist die Abstimmung zu wiedeholen. Hat der dritte Wahlgang keine Entscheidung ergeben, ist der Bewerber gewählt, der die meisten abgegebenen Stimmen auf sich vereinigt. Bei erneuter Stimmengleichheit entscheidet das Los.

Für Änderungen der Satzung ist eine Mehrheit von drei Vierteln der erschienenen – stimmberechtigten – Mitglieder erforderlich.

Geheime Abstimmung ist durchzuführen, wenn sie von einem stimm­berechtigten Mitglied gewünscht wird.

6. Eine außerordentliche Mitgliederversammlung muß jederzeit einberufen werden, wenn es der Vorstand für erforderlich  hält oder mindestens 20 v. Hundert der stimmberechtigten Mitglieder unter Stellung von Anträgen verlangen. § 7 Abs. 4 Satz 2 gilt sinngemäß.

7. Über jede Mitgliederversammlung ist ein Protokoll zu führen, welches von zwei Vorstandsmitgliedern unterschrieben  werden muß.

 

 

§ 8 – Vorstand


Der Vorstand wird durch die Mitgliederversammlung für die Dauer von zwei Jahren gewählt, und zwar zu 1, 3 und 5 in den Jahren mit ungerader und zu 2, 4 und 6 mit gerader Endziffer.

Der Vorstand arbeitet als geschäftsführender Vorstand, bestehend aus

1) 1. Vorsitzender

2) 2. Vorsitzender (Stellv. Vors.)

3) Geschäftsführer

4) Schatzmeister

 

und als Gesamtvorstand, bestehend aus dem geschäftsführenden Vorstand und dem

5) Sportwart und

6) Jugendwart.

 

Die Mitgliederversammlung kann zusätzliche Vorstandsmitglieder in den Gesamtvorstand wählen.

Eine Wiederwahl ist zulässig. Nach Ablauf der Amtszeit bleibt der Vorstand bis zur Neuwahl des Vorstands oder seiner Wiederwahl im Amt.

 

Den Vorstand der Gemeinschaft im Sinne des § 26 BGB bilden

 

der 1. Vorsitzende,

der 2. Vorsitzende,

der Geschäftsführer und

der Schatzmeister.

 

Je zwei von ihnen vertreten die Gemeinschaft gerichtlich und außer­gerichtlich.

Der Vorstand vertritt und führt die Geschäfte der Gemeinschaft. Er hat in diesem Rahmen u. a. die Aufgaben:

 

1. Voranschlag und Jahresabschluß aufstellen und das Vermöglen der Gemeinschaft verwalten.

2. Alle sportlichen Fragen nach den entsprechenden Wettkampf- und Sportordnungen regeln.

 

Scheidet ein Vorstandsmitglied während der Amtsperiode aus, so wird sein Amt auf Beschluss des Vorstandes bis zur nächsten Mitgliederversammlung von einem Mitglied der Gemeinschaft besetzt. In diesem Fall wird abwei­chend vom Wahlrhythmus eine Ergänzungswahl vorgenommen, bis die satzungsgemäße Wahl wieder ansteht.

Der 1. Vorsitzende, bei seiner Verhinderung der Stellvertreter oder ein ver­tretungsberechtigtes Vorstandsmitglied, leitet die Vorstands- und Mitglieder­versammlung. Für die Leitung der Mitgliederversammlung kann ein Tagungsleiter bestellt werden, der von der Mitgliederversammlung bestätigt werden muß.

Der Vorstand hält mindestens einmal jährlich eine Sitzung ab, die vom 1. Vorsitzenden der Gemeinschaft, dem Stellvertreter oder einem vertretungs­berechtigten Vorstandsmitglied mit 7-tägiger Frist und unter Bekanntgabe der Tagesordnung schriftlich einberufen wird. In dringenden Fällen kann die Ein­ladung kurzfristig oder telefonisch erfolgen. Die Dringlichkeit ist zu begrün­den.

Von jeder Vorstandssitzung wird ein Protokoll angefertigt.

Der Vorstand ist beschlußfähig, wenn die Mehrheit der Vorstandsmitglieder, darunter der 1. oder 2. Vorsitzende und der Geschäftsführer oder der Schatz­meister anwesend sind.

Bei Abstimmung entscheidet die einfache Mehrheit der anwesenden Vorstandsmitglieder. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des 1. Vorsitzenden; bei Abwesenheit die seines Vertreters.

 

 

§ 9 – Vereinsjugend


Die Vereinsjugend ist im Rahmen der Vereinssatzung an eine eigene Jugend­ordnung gebunden, die nicht Bestandteil der Satzung ist.

Die Jugendordnung bedarf der Bestätigung durch die Mitgliederversammlung.

 

 

§ 10 – Ehrengericht


1. Das Ehrengericht wird von der Mitgliederversammlung auf die Dauer von 2 Jahren gewählt.

2. Es besteht aus 5 Mitgliedern, die nicht dem Vorstand angehören. Wieder­wahl ist zulässig. Das Ehrengericht wählt seinen Vorsitzenden selbst.

3. Es verhandelt in der Besetzung von 3 Mitgliedern. Die Zusammen­setzung bestimmt das Los. Wird ein Mitglied des Ehrengerichts von einem Beteiligten als befangen abgelehnt, so entscheiden über die Ablehnung die anderen Mitglieder.

4. Die Beschlüsse des Ehrengerichts werden in geheimer Abstimmung gefaßt

 

Das Ehrengericht hat insbesondere folgende Aufgaben:

 

1. Persönliche Streitigkeiten innerhalb der Gemeinschaft zu schlichten und

2. über den Ausschluß eines Mitgliedes zu entscheiden.

 

 

§ 11 – Auflösung der Gemeinschaft

 

Der Verein kann durch Beschluß von 2/3 der stimmberechtigten Mitglieder aufgelöst werden. Bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins oder bei Weg­fall des bisherigen Zweckes ist das Vermögen des Vereins zu steuer­begünstigten Zwecken der Jugendhilfe zu verwenden. Beschlüsse über die künftige Verwendung des Vermögens dürfen erst nach Einwilligung des zu­ständigen Finanzamtes ausgeführt werden.

 

 

(Amtsgericht Kiel – 5 VR 1628 – Stand: 06/86 und 02/88)

 

Vorstehende Satzung wurde durch die außerordentliche Mitglieder­versammlung am 23. Februar 1982 verabschiedet.

 

Horst-G. Cipa                                                                                                                   Anita Gehl

(1. Vorsitzender)                                                                                                             (2. Vorsitzender)