Was ist Formationslaufen, und worauf kommt es an:
Precision Team Skating (in Deutschland bekannt unter dem Namen Formationslaufen) ist ein Mannschaftssport. Das Reglement sieht vor, dass ein Team von 12 bis 24 Läuferinnen bzw. Läufern
verschiedene Schrittfolgen und Bewegungen in wechselnden Formationen vorführt. Der Synchronität und Genauigkeit der Schritte und Bewegungen, dem Element des Gleitens sowie der Einheit des Teams
kommen höchste Bedeutung zu. Bei den Vorführungen sind solistische Einlagen nicht erlaubt.
Wiederholungen und statische Elemente sind möglichst zu vermeiden. Die Bewegungen und Formationen sollen sich zu einem harmonischen, interessanten Programm zusammenfügen, dessen Dauer
vorgeschrieben ist. Die Länge eines Kürprogramms für nationale und internationale Wettkämpfe beträgt 5 Minuten (+/- 10 sec). Ein ausgewogenes Programm besteht aus einer Vielfalt möglichst
anspruchsvoller Figuren wie Kreise, Linien, Blöcke, Räder (Mühlen) und Durchkreuzungen, deren Schwierigkeitsgrad verschieden hoch bewertet wird. Neben dem Schwierigkeitsgrad sind aber ebenso die
Originalität, die Sicherheit, das schwungvolle Gleiten, das Tempo und der Bewegungsfluss für die Notengebung von Bedeutung.
Das Zusammenwirken der Läuferinnen und Läufer im Gleichschritt sind Ziel und Ergebnis intensiven Trainings. Die Formation ist nur so gut wie ihr schwächstes Glied. Es zählen somit das Können und
der Einsatz jeder Läuferin und jedes Läufers. Angesprochen für das Formationslaufen werden vornehmlich Läuferinnen und Läufer mit einer guten Grundschulung im Rollkunstlaufen, die auch auf dem
Parkett gleiten können. Wichtig ist aber ebenso die Teamfähigkeit, das sich Eingliedern in die Gruppe. Diese Sportart bietet auch all jenen, welche sich vom aktiven Wettkampfsport als
Einzelläufer zurückgezogen haben, noch eine Möglichkeit, den Rollsport weiterhin aktiv zu betreiben.
Roll- und Eissportgemeinschaft Kiel e.V.